Honigentstehung

Bienen verwenden den Honig ursprünglich als Wintervorrat und zur Fütterung des Nachwuchses. Von uns Menschen wird der erzeugte Überschuss an Honig seit Jahrtausenden als Süßungs- und Lebensmittel genutzt.

Für die Tellung holt die Biene den zuckerwässrigen Nektar vom Grund der Blüte. Mit ihrem Rüssel nimmt sie den Nektar auf und transportiert ihn in den Honigmagen, wo er nicht verdaut, sondern gelagert wird. Eine winzige Menge benötigt die Biene für sich, den Rest bringt sie zu ihrem Bienenstock. Für die Herstellung von Waldhonig wird nicht der Blütennektar, sondern der Honigtau zahlreicher Baumarten als Rohstoff genutzt. 20 000 Ausflüge muss eine Biene unternehmen, um einen Liter Nektar aufzusammeln, aus dem später ca. 300g Honig entstehen. Während des Heimfluges entzieht die Biene dem gesammelten Nektar Wasser. Ist der Nektar im Bienenstock angekommen, wird er von Biene zu Biene weitergegeben und mit Enzymen aus den Kopfdrüsen der Bienen angereichert, Durch starkes Flügelvibrieren wird dem Nektar immer mehr Wasser entzogen bis er schließlich in die Zellen gefüllt wird und dort seine Reifung vollendet. Je nach Herkunft des Nektars werden die verschiedenen Zuckerarten im Reifeprozess enzymatisch gespalten und überwiegend in einfache Zucker (Frucht- und Traubenzucker) überführt. Ist der Honig reif, verschließen die Bienen die Zellen mit einem Wachsdeckel. Sind die Waben gefüllt und verdeckelt kann die Honigernte durch den Imker beginnen.

Inhalt des Honigs

Schon der griechische Arzt Hippokrates verordnete Honig bei vielen Krankheiten. Heute gibt ihm die moderne Wissenschaft Recht: mehr als 180 verschiedene Inhaltsstoffe vereint Echter Deutscher Honig in sich.

Kohlenhydrate ...

 ... finden sich in Honig mannigfach. Vor allem der Traubenzucker ist wertvoll, weil er verbrauchte Energiereserven sofort wieder auffüllt.

 Vitamine ...

 ... sind die kleinen Helfer mit der großen Wirkung: Vitamin B1 verbessert die Zuckerverwertung; das bekannte Vitamin C hilft, die Eisenausnutzung zu optimieren.

Mineralstoffe ...

 ... wie zum Beispiel Kalium und Magnesium steuern die Muskel- und Nervenfunktionen. Für den Stoffwechsel sind sie unentbehrlich.

Enzyme ...

 ... wandeln den Zucker im Honig um und produzieren antibakterielle Stoffe. An dem alten Hausmittel „heiße Milch mit Honig" ist also durchaus etwas dran.

Aminosäuren ...

 ... sind unverzichtbar für ein reibungsloses Stoffwechselsystem.

Säuren und Pollen ...

 ... wirken appetitanregend und verdauungsfördernd - da fühlt sich der Mensch gleich wohler.

Aromastoffe ...

 ... stimulieren das Immunsystem. Die ätherischen Öle wirken angenehm auf die Atemwege.

 

Quelle: Deutscher Imkerbund e.V.

Honig - einfach schmecken